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Wonder Woman - Blut

Wonder Woman Blut

Auch Wonder Woman hat im Zuge des DC-Relaunchs eine neue Serie bekommen. In Deutschland erscheint die Serie allerdings nur sehr unregelmäßig. Bisher sind auch nur zwei Bände erschienen, die die insgesamt ersten zwölf Heft beinhalten. Blut ist der erste Paperback und enthält die ersten sechs US-Hefte über die Amazone Diana und ihre neuen Abenteuer, die sie bis tief in Hades‘ Hölle führen werden.

Ein Mann mit pechschwarzer Haut steht auf der Terrasse eines Wolkenkratzers in Singapur und feiert mit ein paar jungen Damen eine kleine Privatfeier. Es handelt sich dabei um Apoll. Er sagt von sich selber, dass der der Sohn eines Königs sei. Als eine der Frauen sagt, dass man von dem Hochhaus aus meilenweit sehen kann, berührt er sie an der Schulter und sagt, dass man sogar ewig weit sehen könne. Auf einer kleinen Farm in Virgina taucht eine Gestallt in einem Umhang aus Federn in einem Stall auf und schlägt den dort ruhenden Pferden die Köpfe ab. Im Haus taucht eine weitere Gestallt auf. Ein Mann mit eher grauer Haut und schwarzen Augen. Er sagt zur Besitzerin Zola, dass sie hier verschwinden müssten, da man es auf ihr Kind abgesehen habe. Die junge Frau Zola ist nicht wirklich eingeschüchtert und zielt mit ihrer Shotgun auf den Eindringling in ihrem Wohnzimmer. Der Mann stößt Zola von der Tür weg und wird dadurch von einem riesigen Pfeil angeschossen. Dem Pfeil folgen zwei Zentauren, die versuchen Zola zu töten, doch kurz bevor das Schwert eines der Zentauren Zola berührt, schmeißt der Fremde Zola einen Schlüssel zu mit dem sie sich hinfort teleportiert. Sie findet sich in dem Zimmer einer schwarzhaarigen Frau wieder. Sie findet schnell heraus, dass es sich um das Zimmer von Wonder Woman handelt und sie sich in London befindet.
Wonder Woman nimmt den Schlüssel und teleportiert sich und Zola zurück nach Virginia. Dort stellt sie sich den beiden Zentauren und kann einem sogar den Arm abschlagen. Es gelingt ihnen nicht Zola zu bekommen und so flüchten sie. Der Fremde kommt aus der Wohnung und ist noch verletzt von Pfeiltreffern. Diana erkennt den Verletzten sofort, es handelt sich um Hermes, den Götterboten. Hermes erzählt Zola, warum sie angegriffen wurde. Sie ist schwanger und zwar von niemand geringerem als Zeus höchst persönlich. In Singapur hat der pechschwarze Mann im Anzug die drei Frauen in eine Art Orakel verwandelt. Sie prophezeien ihm, dass ein Kind von Zeus einen der altbekannten Gottheiten töten wird, aber auch, dass das Kind noch nicht existiert. Er erhebt sich und fliegt davon, die drei Orakelfrauen gehen in Flammen auf und verbrennen.
Im Olymp verfolgt Hera, Zeus eigentliche Ehefrau, wie Wonder Woman die schwangere Zola und den Götterboten Hermes hat retten können. Ihr Plan Zola zu töten ging also nicht auf. Ihre Tochter Strife taucht auf. Mit ihrer leicht lavendelfarbenen Haut sieht sie ihrer normal aussehenden Mutter nicht all zu ähnlich. Die beiden unterhalten sich über die Liebschaften von Zeus. Es ist nicht das erste Mal, dass Zeus ein außereheliches Kind zeugt und Hera betrügt. Sie schwört Rache. Diana kehrt mit Zola und dem verwundeten Hermes zur Paradiesinsel zurück, der Heimat der Amazonen. Im Wald wird sie von den restlichen Kriegerinnen und ihrer Mutter Könign Hippolyta empfangen. Diana und ihre Mutter bereden die aktuelle Situation und Diana betont, dass sie nicht auf der Seite von Zeus steht, nur weil sie Zola beschützt, noch dass sie auf Heras Seite stehen wird. Während Hermes sich auskuriert, spricht er mit Zola über Zeus. Er will wissen, welche Gestalt er angenommen hat um Zola rumzukriegen. Die kann sich allerdings nicht erinnern, ob er der LKW-Fahrer, Poolboy oder Musiker war. Zola fällt auf, dass Diana nicht so ist wie die anderen Amazonen. Hermes erklärt ihr, dass die Legende besagt, dass Hippolyta unfruchtbar sei und sie ein Baby aus Lehm formte und um ein Wunder bat. Am nächsten Morgen lag dann ein lebendes Mädchen neben ihr im Sand. Diana kämpft mit einer anderen Amazone im Wettstreit. Hippolyta schaut dem Wettstreit zu, wirkt aber besorgt. Sie fürchtet, dass Hera kommen wird und sich rächen wird, weil sich Zeus‘ ungeborener Bastard auf der Paradiesinsel befindet. Auf einmal gibt es eine Explosion und Strife erscheint in riesiger Größe. Die Amazonen bekämpfen alles, was sie sehen, merken aber nicht, dass sie unter Strifes Bann sich selber abschlachten. Nur Diana fällt dies auf und unterbindet die Kämpfe. Strife offenbart Diana, dass sie Schwestern sind, beides Kinder von Zeus. Die Arbeiten zur Beerdigung der Gefallenen wird vorbereitet. Die ein oder andere Amazone gibt Wonder Woman die Schuld für die Toten, weil sie Zola auf die Insel gebracht hat. Sie nennen sie abfällig „Lehm“. Hippolypta erzählt Diana und den anderen von Zeus. Sie will aber nicht erklären, wie die Sache zwischen den beiden anfing, aber die Geschichte endet in einer kurzen Affäre der beiden bei welcher Diana gezeugt wurde. Diana fühlt sich von ihrer Mutter hintergangen und zieht voller Zorn zur Beisetzung der Toten. Dort sind einige sauer auf Diana und die Königin. Diana weißt sie zurecht und steckt die Särge in Flammen wie es das Ritual verlangt. Im Anschluss verlässt Diana die Paradiesinsel. Der pechschwarze Apoll trifft seinen Bruder, den alten (normalen) Mann Ares, der Gott des Krieges, der sich immer in der Nähe von Krieg, Aufständen und Attentaten aufhält. Die beiden philosophieren über den Krieg und die Menschheit.
Diana ist wieder in London. Sie besucht ein Rockkonzert zusammen mit Hermes und Zola. Auf einmal taucht auf Strife im Publikum auf. Strife provoziert Diana und will mit ihr auf die Familie anstoßen, denn es gibt eine Seite in der Familie, die gegen Diana ist und eine, die Diana hasst. Hera kommt zur Paradiesinsel um Hippolyta zur Rede zu stellen.
Auch gegenüber Hermes provoziert Strife weiter. Im Scherz sagt sie, dass sie auch das Kind aus Zola herausschneiden könnte. Sofort steht Diana ihr neuen Freundin zur Seite und drückt Strife ein zerbrochenes Sektglas in die Rückseite ihrer Hand. Sauer verlässt Strife die Bar und prophezeit Diana, dass sie bald um ihre Hilfe betteln wird. Auf der Paradiesinsel kommt es zur Auseinandersetzung von Hera und Hippolyta. Die Königin der Amazonen hält ihrer Kriegerinnen zurück und will mit Hera reden. Die wird aber ziemlich sauer und will Hippolyta, die um Vergebung bittet erschlagen, hält aber davor inne und geht zu Hippolyta auf die Knie. sie flüstert in ihr Ohr, dass sie auch wünscht, dass sie ihr vergeben könne. Nach einem Gespräch mit Zola über ihre Leben und was Heimat ihnen bedeutet, kehrt Diana mit Hermes Schlüssel zur Paradiesinsel zurück. Diese wirkt ziemlich verlassen. Der Platz inmitten der Stadt, wo gerade noch Kriegerinnen um die Szene zwischen Hera und ihrer Königin standen, ist nun voll mit Schlangen. In ihrer Mitter ist die flehende Hippoylta. Sie wurde zu Lehm verwandelt. Ares Bruder Apoll offenbart ihm, dass ihr Vater Zeus verschwunden ist und seine Orakel ihm gesagt hätten, dass Zeus nicht einmal mehr existieren würde. Apoll will die Macht über den Olymp übernehmen und Zeus‘ Thron besteigen. Ares verspricht ihm, dass er Apoll nicht im Weg stehen wird. Ein Schiffskutter findet in Londons Themse ein totes Seepferd. Diana sitzt mit Hermes und Zola in einem Straßencafé. Da kommt auf einmal ein blonder Mann in braunem Trenchcoat und setzt sich dreist zu ihnen. Er hört auch nicht auf Dianas Aufforderungen den Tisch zu verlassen und behauptet, dass er zwei von ihnen kennen würde. Lennox, so sein Name, weiß von Zolas Schwangerschaft, von Dianas Herkunft und davon, dass Zeus im Moment verschwunden ist. Er erzählt ihnen auch, dass sich Dianas Bruder Apoll den Thron unter den Nagel reißen will. Des Weiteren stellt sich heraus, dass auch Lennox ein Sohn von Zeus ist. Lennox und Hermes stehen vor dem Eingang in Londons Kanalisation. Hermes sagt, dass er nicht dort hinein gehen wird, da er eh schon kaum laufen kann. Diana und Zola stehen derweil auf der Towerbridge und warten. Lennox sagte ihnen, dass etwas passieren wird. Und das ist auch der Fall! Aus der Themse steigen Seepferde. Ihnen folgt Poseidon, ein riesiges Seemonster, und er will an Wonder Woman vorbei, die ihm aber den Weg versperrt. Lennox stellt sich derweil einem dreiköpfigen Hund, der niemand anderem als Hades, dem Gott der Unterwelt, gehört. Hades ist nicht sehr groß und auf seinem Kopf sind viele brennende Kerzen, deren wachs seinen halben Kopf bedecken. Augen kann man keine ausmachen. Auf der Themse kämpft Diana im Moment gegen Poseidon. Diana sagt Poseidon, dass Hera nun den Thron ergreifen kann und sicherlich niemals vor Poseidon, der auch einen Anspruch auf den Thron geltend machen könnte, knien würde. Diana schlägt ihm aber ein Geschäft mit Hades vor, was auch der Grund ist warum Lennox bei ihm ist. Diana wird aber von den beiden Zentauren unterbrochen, die es wieder auf Zola abgesehen haben. Es gelingt ihr wieder diese zu verscheuchen und Zola zu retten.
Poseidon und Hades treffen nun aufeinander. Dianas Vorschlag ist es den Himmel aufzuteilen. Morgens regiert das Meer, Abends die Schatten und Hera bleibt Königin. Genau in diesem Moment taucht Hera auf und sie hält nicht viel von diesem Plan. Lennox reißt eine der Kerzen von Hades‘ Kopf ab und wirft diese Diana zu. Diana teleporitert sich mit Hilfe von Hermes Stab davon. Sie taucht hinter Hera wieder auf und wirft Hades‘ Kerze nach ihr, woraufhin es eine Explosion gibt. Hera und Diana sind auf einmal beide im Olymp. Doch verschwindet Diana wieder direkt und taucht bei den anderen auf. Man erfährt, dass Lennox irgendwie aus Stein besteht, da ihm die Explosion nichts angetan hat. Poseidon und Hades erkennen, dass dieser Plan nur dafür gemacht war Hera zu blenden, was Poseidon ziemlich amüsant findet. Beim Eingang zum Hades taucht auf einmal Zolas tote Mutter auf. Als Zola ihr näher kommt entpuppt sie sich als eine Illusion von Hades, der sie mit sich in die Unterwelt nimmt. Er ist sauer, da er nicht herrschen kann. Diana soll sich an ihren Deal erinnern, sonst würde er Zola töten.

Der erste Band von Wonder Woman ist voll mit Action. Allerdings ist die Handlung nicht so leicht zu verstehen, man muss schon etwas genauer lesen, besondern gegen Ende der Story, wenn sich mehrere Fäden in einander verstricken. Sonst ist Blut aber wirklich mehr als unterhaltsam. Auch für Wonder Woman-Neulinge ist der Relaunch der Serie nur wärmstens zu empfehlen. Besonders durch den eigenen Zeichenstil von Tony Akins wird Wonder Woman ziemlich gut in Szene gesetzt. Zudem punktet die Amazone durch ihre mehr als sympathische Art. Man darf schon sehr auf die weiteren Abenteuer von Diana alias Wonder Woman gespannt sein.

Text © by Sebastian Berning