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Aquaman Band 1: Im Graben

Aquaman Band 1: Im Graben

Aquaman ist mit Sicherheit nicht der beliebteste DC-Held. Irgendwie verkam der König von Atlantis zu einer Witzfigur, die bei Fans nicht wirklich beliebt war und oft lächerlich gemacht wurde. Auch in der Heftserie Justice League ist Aquaman eher schmückendes Beiwerk und geht etwas unter zwischen dem großschnäuzigen Green Lantern, dem witzigen Flash, Wonder Woman oder Batman. Mit dem Relaunch des DC-Universums und den New 52 wird auch Aquaman eine neue Chance bekommen. Justice League-Autor Geoff Johns nimmt sich nicht nur JL an, sondern auch der neuen Serie Aquaman, die ein Deutschland als Paperback veröffentlicht wird. Der erste Band Im Graben beinhaltet daher die ersten sechs US-Hefte der neuen Serie. Und die hat es in sich!

Aus dem Grund des atlantischen Ozeans steigen dunkle Wesen. Die Meeresbewohner haben schwarze Haut, riesige schwarze Haut und scharfe Reißzähne. Das Rudel ist auf der Suche nach Futter.
Die Polizei verfolgt einen Transporter, der von Bankräubern gefahren wird. Aquaman taucht auf und will der Polizei helfen, die sich allerdings gar nicht begeistert zeigt, dass ausgerechnet Aquaman ihnen helfen will. Zwar gelingt es dem blonden Helden, dessen Oberkörper von orangen Schuppen bedeckt ist, ähnlich wie seine grüne Hose, die Räuber zu fassen und auch ihre Kugeln prallen an seiner Haut ab, die Polizei hingegen sagt dem Helden, dass er doch gehen solle, was Arthur Curry, so Aquamans eigentlicher Name, dann auch leicht geknickt tut. Nach dieser Pleite geht Aquaman in ein Restaurant und bestellt sich etwas zu Essen. Die Leute dort gucken ihn ganz erstaunt an, weil er Fisch bestellt hat. Ein Blogger erscheint und stellt Aquaman nervige Fragen, bis Arthur den Platz verlässt, der netten Bedienung zwei Goldmünzen zusteckt und sich auf den Weg nach Hause zu dem Leuchtturm macht in dem schon sein verstorbener Vater gearbeitet hat. Arthur steht dort an der Küste bis seine Freundin Mera zu ihm kommt und ihn aus den Gedanken reißt. Die beide reden über ihre gemeinsame Heimat Atlantins, doch ist Arthur entschlossen an Land zu bleiben um den Menschen zu helfen. Auf hoher See trifft ein Schiffskutter auf die sonderbaren Wesen aus dem Meer. Schnell greifen die Monster die Besatzung des Schiffs an und töten sie, weil sie Menschen als Futter sehen. Der Captain des Schiffes stellt sich dem Anführer der Wesen, der sich dadurch auszeichnet, dass er tiefe Narben am Hals hat. Der Captain hat natürlich keine Chance und erliegt dem Angreifer, der dem Mann eine Flüssigkeit ins Gesicht spuckt.
An Land wartet eine Mutter mit ihrem Sohn auf die Ankunft des Schiffs, weil ihr Mann auf ihm arbeitet.
Arthur und die rothaarige Mera gucken sich alte Fotos von Arthur an. Auf einem steht Arthur neben seinem Vater und einem Mann, über den er nicht reden will als Mera fragt, wer dies denn sei. Da klopft es an der Tür und ein Polizist steht vor der Tür und bittet Aquaman um Hilfe. Der Polizeibeamte Wilson ist ganz erstaunt, dass Mera keine Meerjungfrau ist. Sie beweist ihm ihre Kräfte und formt Wasser in der Luft zu einer Figur. Aquaman geht zu dem Dock, wo der Schiffskutter anlegen sollte. Wieder einmal ist die Polizei nicht wirklich froh Aquaman zu sehen, doch Officer Wilson sagt seinem Vorgesetzten, dass der Superheld hier vielleicht genau richtig sei. Arthur will mit seinen Kräften Kontakt zu den Fischen im Meer aufnehmen, doch ist nichts im Meer, was ihm antworten könnte. Gerade noch rechtzeitig erkennt er aber, dass noch irgendetwas im Boot ist. Genau in diesem Moment kommen die Kreaturen in Scharen von dem Schiff und greifen alles und jeden an, der sich auf dem Dock befindet. Aquaman muss sich schließlich dem Anführer der Monster stellen und wird durch einen Biss an der Schulter verletzt. Als er hilflos daliegt, fasst der Monsteranführer seinen Kopf an und befiehlt daraufhin den Rückzug. Aquaman empfiehlt den Polizisten nicht ins Meer zu schießen. Diese denken sofort, dass er die Fische schützen will, doch zeigt Arthur ihnen was er meint. Die Monster haben eine Art riesige Muschel zurück gelassen. Arthur bricht diese auf und in ihr befindet sich ein lebender Hund. Somit schließt Aquaman, dass die Monster ihre Beute am Leben lassen und erst später töten werden. Alle Geiseln könnten also noch am leben sein. Auch eine Leiche der Monster liegt auf dem Dock und Arthur nimmt sich ihrer an. Zwar will ihn ein Polizist daran hindern, doch verschwindet Aquaman samt Mera und der Leiche im Meer. Die beiden schwimmen zu einem Haus am Strand. Im Inneren befinden sich viele Artikel über Aquaman an der Hand. Als Arthur an die Tür klopft, macht ein älterer Mann die Tür auf. Es handelt sich um den Meeresbiologen und Historiker Shin, einen alten Freund von Arthurs Vater, der bei Arthur seine sonderbaren Fähigkeiten entdeckte und darauf schloss, dass Atlantis Wirklichkeit ist bzw. war, doch glaubte ihm niemand was Atlantis anging. Shin soll sich die Monsterleiche einmal ansehen und einen möglichen Ursprungsort bestimmen. Nach einigen Untersuchungen vermutet er, dass die Wesen aus dem Graben kommen. Arthur hat was er will, schnappt sich die Leiche und verschwindet von Shin, der ihm noch hinterher ruft, dass er wissen will wo Atlantis liegt.

Aquaman und seine Freundin schwimmen zum Graben im Atlantik und tauchen dafür sehr tief. Sie selber sehen nur sehr wenig, doch gibt es dort leuchtende Fische, die für die beiden als Lampen fungieren. Auf dem Grund sehen sie etwas, was wie eine Art Festung aussieht. Dort vermutet Arthur die Heimat der Kreaturen. Sie schwimmen zur Öffnung der Festung und sehen auf ihrem Weg viele tote Junge der Monster im Wasser herum schwimmen. Doch auch die ausgewachsenen Exemplare sind nicht weit und greifen Arthur und Mera an. Sie finden aber die Wand, wo die ganzen betäubten Menschen in ihren Muscheln liegen. Arthur muss diese Wand irgendwie frei bekommen und langsam an die Oberfläche schaffen um die Menschen zu retten. Dies wird ihm aber von den Kreaturen erschwert. Wieder einmal muss Arthur sich dem Anführer der Monster stellen, während Mera die Wand langsam an die Oberfläche befördert. Schnell erkennt Aquaman aber, dass auch dieser nur ein Untertan der wesentlich größeren Königin ist. Um sich zu retten wirft Aquaman seinen Dreizack in den Boden und erzeugt so eine heftige Explosion. Mera vermutet gleich das Schlimmste, Arthur ist aber noch am Leben, wird aber von den Kreaturen verfolgt. Er nimmt sich eine andere riesige Steinplatte aus dem Boden und drückt diese seinen Angreifern entgegen und verschließt den Eingang zum Graben so. Arthur und Mera bringen die Leute an Land. Ein kleiner Junge kommt auf Aquaman zu und sagt ihm, dass er sein neuer Lieblingsheld sei. Später erscheint Officer Wilson erneut vor Arthurs Tür und übergibt ihm den Hund, den Arthur aus einer Muschel gerettet hat, was das Ende von Aquamans erstem neuen Abenteuer darstellt.

Arthur fällt aus der Luft in Richtung Wüste. Er wirkt recht benommen und ist komplett alleine in der großen Weite der Wüste.
Zwölf Stunden zuvor in der Amnesty Bay kann Arthur nachts nicht schlafen. Er denkt nach, doch da bimmelt sein Handy. Die Polizei ruft ihn an, da sie einen Artefakt in der Wand fanden an der die Menschen in ihren Kokons gefangen waren. Als die Wissenschaftler es ablösten gab es einen höllischen Lärm, der sogar Scheiben zum platzen brachte. Das Artefakt träge zudem noch das gleiche „A“, welches auch auf Aquamans Gürtelschnalle zu sehen ist. Zwölft Stunden später irrt Arthur weiter durch die Wüste. Er zieht sich einen Speer aus dem Bein und bricht wenig später mitten im Nirgendwo zusammen.
Vorher aber stattet Aquaman den Wissenschaftlern einen Besuchen ab. Arthur sieht sich das Artefakt an, welches für Atlanter ziemlich primitiv sei und stamme aus einem Flugschreiber. Da wird die Forschungseinrichtung angegriffen von Männern in Kampfanzügen angegriffen. Sie flüchten samt des Artefakts mit einem Flugzeug, doch gelingt es Aquaman noch sich an das Flugzeug zu heften.
Wieder in der Wüste hat Arthur eine Fata Morgana von seinem Vater, der ihm sagt, dass er nicht zu Menschen gehört und auch nie gehören wird. Aquaman weiß allerdings, dass es sich nur um eine Halluzination aufgrund seines Dehydrieren handelt. Mit seinen Kräften ruft er eine Eidechse, die ihn zu Wasser führen soll. Auf dem Weg zu einer Wasserquelle erinnert sich Arthur an das kurze Gefecht mit den Soldaten. Es gelang ihm das Artefakt zu sichern und die Männer auszuschalten. Allerdings strömte viel Wasser aus einem Helm als er dessen Sichtscheibe einschlug. Dann explodierte das Flugzeug. Arthur findet wirklich Wasser, welches in den leeren Helmen der Angreifer ist. Er hält das gefundene Artefakt in einen der mit Wasser gefüllten Helme und es erscheint eine Art Hologram vor ihm, dass ihm vom alten Atlantis berichtet. Es geht um die letzten Momente als die Stadt angegriffen wird und kurz bevor sie letztendlich im Wasser versinkt.
Dann kommt ein der US-Navy und rettet Aquaman aus der Wüste. Als Arthur nach Hause kommt, findet er einen Zettel von Mera, dass sie Hundefutter für ihren neuen Hund kaufen ist.
In einem Supermarkt wird Mera Zeuge davon, wie der Geschäftsführer Randy eine Mitarbeiterin, Jennifer, bedrängt. Als er aber Mera sieht verliert Randy schnell das Interesse und versucht sich an die Rothaarige ranzumachen. Als er sie an der Hüfte berührt, nimmt Mera seinen Arm und bricht ihm das Handgelenk. Wenig später treffen Polizei und der Notarzt ein und versuchen Mera in Gewahrsam zu nehmen. Die Atlanterin wehrt sich indem sie das Wasser, welches in den Produkten ist, beschwört. Sie bekommt einen Funkspruch mit, dass irgendwo ein Familienvater auf seine Familie losgeht. Sie ergibt sich und lässt sich abführen, weil die Beamten auch zu dem Fall müssen.
Vor Ort befreit sie sich auf leichte Art und Weise. Sie geht auf den Familienvater zu, der seine Tochter mit einer Pistole bedroht. Sie will, dass er die Waffe hinlegt, was der Mann aber nicht tut. Daraufhin entzieht sie ihm langsam das Wasser aus seinem Körper bis er schließlich bewusstlos zusammenbricht. Das Mädchen fordert Mera allerdings auf ihren Vater in Ruhe zulassen, obwohl er ihre Mutter umgebracht hat. Mera ist verwirrt und sagt, dass sie die Menschen nicht versteht. Schließlich fliegt sie davon. Zu Hause geht sie an die Küste und denkt nach. Da erscheint eine Gestalt aus Wasser vor ihr. Es handelt sich um ihren Vater und sie erzählt ihm, dass Aquaman die Atlanter nicht vernichten will. Ihr Vater offenbart ihr, dass sie dann auch sterben müsse oder sie ihn zu töten habe. Sie wird aus ihren Gedanken gerissen, weil sie Besuch von Jennifer, der Verkäuferin aus Randy‘s Laden, bekommt. Sie bringt Mera Hundefutter vorbei, welches sie vorhin nicht kaufen konnte. Als Arthur später nach Hause kommt, will Mera ihm von den Vorfällen berichten, doch unterbricht er sie, weil Dr. Shin ihnen sagen kann, wer Atlantis versenkt hat.

Im Graben ist ein super Einstieg in die neue Welt von Aquaman. Ich selber hatte vorher keine Erfahrung, was den König von Atlantis angeht. In den Heften der Justice League war er eher schmückendes Beiwerk als ein wirklicher Held wie Green Lantern oder Batman, doch zeigt dieses Heft einen äußerst vielschichtigen Charakter, der einem sofort sympathisch ist. Mit Sicherheit ist Aquaman eine der Gewinnerserien der New 52!

Text © by Sebastian Berning